
Verabschiedung
von
Pfarrer Richard Zurheide
am
Sonntag, 23. Januar 2005
10.00 Uhr Gottesdienst
in der Prot. Kirche
anschließend
Verabschiedung
in der prot. Kirche
und
Umtrunk
im Dietrich-Bonhoeffer-Haus
Einladung zur ...
Von 1990 bis 2004 bin ich vielen Menschen begegnet: den einen an ihren Lebensstationen wie Taufe, Konfirmation, Trauung und Beerdigung, mit anderen bin ich in der Gemeindearbeit über Jahre hinweg ein Stück gemeinsamen Weges gegangen.
Ich musste lernen mit der Rolle einer öffentlichen Person umzugehen und diese Rolle immer wieder zu akzeptieren. Da gingen Gerüchte ins eine Ohr hinein und durchs andere wieder hinaus, da waren Spannungen auszuhalten.
Sicher bin ich nicht mit jedem ausgekommen, erst recht habe ich es nicht allen recht gemacht. Für mich war Neuhofen ein wichtiger Lernort, um in dieser Welt ein protestantischer Christ zu sein.Versucht habe ich es mit Humor und Gelassenheit, mit Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit und mich dabei oft gefühlt wie auf einer Gratwanderung zwischen Kanzel und Bütt, Altar und Bühne.
Ich wollte mit den anderen Schwestern und Brüdern ein Zeuge sein von der Menschlichkeit Gottes mit all meinen eigenen menschlichen Schwächen.
Dankbar bin ich denen, die mich über die Jahre getragen haben mit ihren Ideen, ihrem Engagement, ihrer konstruktiven Kritik, allen voran meiner Frau und meinem Kollegen Peter Glock.
Jetzt geht der Blick nach vorne:
Ich wage mich an eine neue Aufgabe am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Ludwigshafen und ziehe an einen neuen Wohnort.
Ich gehe meinen neuen Weg im Vertrauen auf das, was Hermann Hesse in seinem Gedicht „Stufen“ schreibt:
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt
und der uns hilft, zu leben.“
Möge uns Gott die Bereitschaft geben, im Augenblick des Abschieds auch die Chancen eines neuen Anfangs zu sehen.

Worte des Abschieds ...
Es ist für mich die Zeit gekommen, das Eine zu beenden und etwas Neues anzufangen.
Das was zurückliegt - 14 Jahre, ein Drittel meines bisherigen Lebens - war wichtig, war prägend.