Direkt zum Inhalt springen
Direkt zum Inhalt springen

Kirchenraum

Im Jahr 2021 wird unsere Prot. Kirche 300 Jahre alt. Im Hinblick auf dieses Jubiläum beschäftigt sich das Presbyterium bereits seit längerem mit der Frage, wie dieses denkmalgeschützte Gebäude auch in Zukunft erhalten und unterhalten werden kann.

Der Energieverbrauch ist hoch, der Nutzungsgrad gering. Nicht zuletzt angesichts rückläufiger Finanzen bestand Handlungsbedarf.

Der am 1. Dezember 2016 veröffentlichte Förderaufruf für investive kommunale Klimaschutz-Modellprojekte im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des damaligen Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gab schließlich den Ausschlag, sich intensiv mit der energetischen Versorgung und künftigen Nutzung der kirchlichen Gebäude zu beschäftigen.

Ein Kirchengebäude nur für Gottesdienste am Sonntag und an Feiertagen sowie für Trauungen oder Taufen vorzuhalten, ist auf Dauer nicht zu vertreten. Das Presbyterium hat daher nahezu einstimmig eine Nutzungserweiterung der Kirche und damit einhergehend einer Umgestaltung des Kirchenraums beschlossen.

Das Heidelberger Architekturbüro AAg hat dazu einen Entwurf erarbeitet. Erste Skizzen dazu finden Sie hier.

Das neue Raumkonzept soll die Kirchenraum zukunftsfähig machen und den heutigen und künftigen Anforderungen an Liturgie und Nutzung gerecht werden.

Es sieht den Rückbau der Seitenemporen und die Entfernung der fest eingebauten Bänke vor. An ihre Stelle treten loses Mobiliar, flexible Prinzipalien und ein lichter und sakraler Raum. Altar und Kanzel werden überarbeitet und neu verortet. Damit können sowohl Gottesdienste frei gestaltet, Konzerte bestuhlt und Trauerfeiern gehalten werden, für die die kommunale Trauerhalle nicht geeignet ist. Ein neues Licht- und Tonkonzept soll die unterschiedlichsten Nutzungen ermöglichen. Eine neue Orgel in der Apsis gibt der Bedeutung der Kirchenmusik als Teil der Verkündigung Raum.

Durch die geplante Innengestaltung ist es möglich, zum einen ganz unterschiedliche liturgische Ideen und Konzepte umzusetzen, zum anderen die Kirche als vielfältigen Treffpunkt anzubieten. Ausstellungen, Konzerte, Filmabende und vieles mehr sind denkbar und wünschenswert.

So wollen wir „die Kirche im Dorf lassen“ und über die Kirchengemeinde hinaus Menschen in dieses Gebäude, dessen Erhalt nicht nur der Kirchengemeinde am Herzen liegt, einladen.

Nicht zuletzt soll die umgestaltete Kirche das kulturelle Leben in unserem Dorf bereichern.